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Ich bin mobil, geschäftlich beschlagen und zukunftsgläubig wie ein UBS-Fan.

Als alter Gespenster-Experte weiss ich, auch ein Eurospuk ist nur Spuk. Und spuken tut es in meinem Urner Heimet erwiesenermassen seit 1873.

Deshalb habe ich meine Erkenntnis – Wie ich die UEFA lieben lernte – in meinem eigenen Blog-Heimet veröffentlicht.

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Die Uefa hat ein Image Problem. Sagen die Veranstalter der gecancelten FCB-Arena in Basel. Nach einem schleppenden Vorverkauf wurde das Event mit 2’000 Plätzen kurzerhand gestrichen. Auch die UBS Arena in Zürich läuft schlecht. Von 80’000 Tickets wurden erst ein Viertel abgesetzt. Und wie man hört, sind die Gesuche für Public Viewings weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die unsäglichen Vorschriften der Uefa dürften ein Hauptgrund dafür sein.

> Quelle: Werbewoche

Falls doch noch jemand ein Public Viewing hochfahren möchte und sich im Dschungel von Tarifen noch nicht ganz zurechtgefunden hat: Die Kollegen vom EM2008-Blog haben sich die Mühe gemacht, das Ganze aufzudröseln: Public Viewing – Was ist erlaubt, was kostet? (Eine Liste des Grauens).

> EM2008-Blog

Das Interesse an der EM ist nicht nur mässig, es sinkt. 2002 freuten sich 80% auf das Fussballdings, 2005 waren es noch 50% und einen Monat vor dem Anpfiff noch 41%. Nur gerade 30% der Interessierten wollen eine Fanzone besuchen. Das fand eine Studie der Sonntagszeitung heraus. Pikant: An der WM 06 sagte eine vergleichbare Studie das grosse Volksfest in Deutschland voraus.

> Quelle: TA Online

Schon die WM 2006 ging als das vermutlich erste Megaevent mit rigorosen Kleidervorschriften in die Geschichte ein. Diese Unsitte soll nun an der EM2008 noch perfektioniert werden. Mit einem T-Shirt oder einem Hut Ihres geliebten lokalen Bierbrauers brauchen Sie weder in einem Stadion noch in einer offiziellen Fanzone anzutanzen. Mit drastischen Einsätzen von verdeckten Crews will das die Uefa verhindern und beispielsweise schon an Bahnhöfen und Zufahrtsstrassen checken, wer da mit wolchem Logo auf der Brust anreist. Nach Recherchen der Handelszeitung prüft die Uefa momentan sowohl technisch wie rechtlich, wie weit sie die Überwachung der Fans treiben kann.

> Handelszeitung: Wie die Uefa ihr Hoheitsgebiet schützt

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PS: Die Short Spuks erscheinen hier regelmässig unregelmässig. Hinweise aus dem Fussvolk bitte an ballerina.eurospuk@gmail.com. Die Illustration dazu stammt von nille – vielen Dank.

Die Uefa verlautbart:

Name, Logo etc. dürfen für Promotions- und Werbezwecke ausschliesslich von Partnern der UEFA verwendet werden, wie Vögeli betonte. Ambush Marketing betreibt aus Sicht der UEFA auch, wer in irgendeiner Form mit dem Turnier Werbung macht. „Wer Assoziationen zur Euro 08 herstellt, ohne offizieller Partner zu sein, betreibt Ambush Marketing“, hält Vögeli fest.

Tja, dann holen wir mal die Rechtsabteilung von der Reservebank. Wir können die Assoziationen zur Euro 08 hier ja wohl kaum verheimlichen. Darf man wenigstens taggen?

Quelle: persönlich.com

Benedikt Weibel ist Delegierter des Bundes für die reibungslose Durchführung des grössten Sportevents, den die Schweiz je gesehen hat. Sein Budget: 82 Millionen CHF (51 Mio. Euro). Seine Mission: Gute Stimmung machen. Sein Versprechen: „Vom 7. Juni an ist alles, was jetzt geschrieben wird, nur noch Makulatur.”

Sagt er in einem Interview bei persönlich.com. Da sind wir allerdings nicht so sicher. Die Skepsis gegenüber solchen Grossveranstaltungen und insbesondere gegenüber dem sonderbaren und einnehmenden Gebahren der Uefa und der Sponsoren wächst unübersehbar. Ebenso die Zweifel an den angepeilten Marketingeffekten solcher Megaevents – etwa im Dienste des Tourismus.

Der Fan von heute sei der Gast von morgen, lautet der Tenor. Mag ja sein, dass der eine oder andere Fan später wieder kommt. Aber in früheren Eurodestinationen sind die erhofften Zuwachsraten – so singen es die Spatzen von den Dächern – langfristig ausgeblieben. Oder erinnert sich noch jemand an die Hostcitys der Euro 04 in Portugal? Kennen Sie jemand, der wegen der WM 06 nach Deutschland in die Ferien gefahren ist?

Link: Das Interview mit Benedikt Weibel bei persönlich.com

sie ist ein spuk, die euro 2008. innenstädte werden okkupiert, freundlichkeitskampas durchs land gestossen, rechte gebogen und omnipräsenz markiert. sie machen ganze quartiere dicht, packen beizen ein, ziehen sexmeilen auf. eine flächendeckende businesswalze rollt an.

davon handelt dieses blog. überall wo’s spukt, schauen wir hin.

hinweise bitte in den comments oder an den scheffschiri:

gugusugugu@gmail.com

wir wünschen allen – trotz allem – ein flottes fussballfest.

ugugu + ballerina