10 Millionen Franken kostet der Einsatz der Schweizer Armee während der EURO 08. Leise säuseln bereits heute die Militär-Drohnen über unseren Häusern. Überwachung zu Testzwecken.

Langsam aber sicher machen wir auf der Eurospuk-Redaktion uns ernsthafte Sorgen um das Sicherheitsdispositiv in unserem Nachbarland. Im Gegensatz zur Schweiz verzichtet Österreich auf einen Einsatz ihrer Kampftruppen, dafür vertickert das österreichische Bundesheer noch schnell die letzten EM-Tickets.

Böse Zungen behaupten zwar, das Militär komme bei uns auch nur zum Einsatz, weil hierzulande der Sportminister im Nebenamt auch noch das Militär betreut. Nix da! Wir können das Gegenteil Beweisen. Na ja, ein richtiger Beweis ist das zwar nicht, aber immerhin eine Pressemitteilung, aus der klar und deutlich hervorgeht, um was es eigentlich geht:

International gilt die Schweiz als zuverlässig, pünktlich und friedlich. Während der EURO 2008 kann die Schweiz diesen Ruf bestätigen.

Eben. Und zu diesem Zweck darf auch schon mal die oberste Armeeleitung freundlich in die Kamera lächeln und einen Tipp fürs Endspiel abgeben. Oder aber erklären, dass nicht die 10’000 Soldaten die sich irgendwo verstecken, um nicht mit den Fussballfans in Kontakt zu kommen den Grossteil des 10-Millionen- Budgets verschlingen, sondern der Einsatz der militärischen Überwachungsflugzeuge vom Typ „Ranger“.

Unter Experten ist derzeit zwar noch umstritten, ob nicht die Drohnen an sich das grösste Sicherheitsrisiko darstellen. Am Austragungsort Genf will man zumindest vorsichtshalber drauf zu verzichten.

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Appropos: Falls sie geschätzte Leserinnen und Leser in den kommenden Wochen spektakuläre Aufnahmen solcher Flugobjekte liefern können, sagen wir natürlich nicht nein. Einfach Kamera draufhalten, Mailadresse steht im Impressum. Muss ja nicht gleich eine vom Himmel purzelnde ‚Ranger‘ sein.

Zur eindeutigen Identifikation dieser fliegenden Überwachungskameras: Hier ein ‚Ranger‘ beim Start und eine in der Luft. Alles weiteren Details die sie zum Thema „sportliche Videoüberwachung“ wissen müssen, hat Herr Ravenhorst hervorragend zusammengefasst.

Und noch etwas: Die Ranger in der Luft sind keinesfalls mit den Rangern am Boden zu verwechseln.

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