Die Uefa hat ein Image Problem. Sagen die Veranstalter der gecancelten FCB-Arena in Basel. Nach einem schleppenden Vorverkauf wurde das Event mit 2’000 Plätzen kurzerhand gestrichen. Auch die UBS Arena in Zürich läuft schlecht. Von 80’000 Tickets wurden erst ein Viertel abgesetzt. Und wie man hört, sind die Gesuche für Public Viewings weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die unsäglichen Vorschriften der Uefa dürften ein Hauptgrund dafür sein.

> Quelle: Werbewoche

Falls doch noch jemand ein Public Viewing hochfahren möchte und sich im Dschungel von Tarifen noch nicht ganz zurechtgefunden hat: Die Kollegen vom EM2008-Blog haben sich die Mühe gemacht, das Ganze aufzudröseln: Public Viewing – Was ist erlaubt, was kostet? (Eine Liste des Grauens).

> EM2008-Blog

Das Interesse an der EM ist nicht nur mässig, es sinkt. 2002 freuten sich 80% auf das Fussballdings, 2005 waren es noch 50% und einen Monat vor dem Anpfiff noch 41%. Nur gerade 30% der Interessierten wollen eine Fanzone besuchen. Das fand eine Studie der Sonntagszeitung heraus. Pikant: An der WM 06 sagte eine vergleichbare Studie das grosse Volksfest in Deutschland voraus.

> Quelle: TA Online

Schon die WM 2006 ging als das vermutlich erste Megaevent mit rigorosen Kleidervorschriften in die Geschichte ein. Diese Unsitte soll nun an der EM2008 noch perfektioniert werden. Mit einem T-Shirt oder einem Hut Ihres geliebten lokalen Bierbrauers brauchen Sie weder in einem Stadion noch in einer offiziellen Fanzone anzutanzen. Mit drastischen Einsätzen von verdeckten Crews will das die Uefa verhindern und beispielsweise schon an Bahnhöfen und Zufahrtsstrassen checken, wer da mit wolchem Logo auf der Brust anreist. Nach Recherchen der Handelszeitung prüft die Uefa momentan sowohl technisch wie rechtlich, wie weit sie die Überwachung der Fans treiben kann.

> Handelszeitung: Wie die Uefa ihr Hoheitsgebiet schützt

+ + +

PS: Die Short Spuks erscheinen hier regelmässig unregelmässig. Hinweise aus dem Fussvolk bitte an ballerina.eurospuk@gmail.com. Die Illustration dazu stammt von nille – vielen Dank.

Advertisements